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Diesen Satz hört man immer öfters. Knapp 80 % der Deutschen leiden unter Rückenbeschwerden. In vielen Fällen sind die Schmerzen bereits chronisch, was eine enorme Beeinträchtigung des Alltags und Lebens darstellt. Auch in Österreich leiden immer mehr Menschen unter Rückenproblemen. Vor allem übergewichtige Personen sind davon stark betroffen. In den letzten Jahren hat sich die Häufigkeit der betroffenen Personen fast verdoppelt.

Liegt die Ursache im Gehirn?

In Untersuchungen gehen nun Forscher (Universitätsklinikum Jena (UKJ)) der Frage nach, ob durch chronische Schmerzen eine Veränderung im Gehirn stattfindet. Meist sind es Kopf- oder Rückenschmerzen, die für die dauerhaften, chronischen Schmerzen verantwortlich sind. Amerikanische Forscher machen die Ursache für dauerhaft anhaltende Schmerzen im Gehirn verantwortlich. Mittels Studien wird am UKJ untersucht, ob durch chronische Schmerzen neurochemische sowie funktionelle, dauerhafte Veränderungen im Gehirn entstehen und wie diese durch eine Schmerztherapie gelindert bzw. beeinflusst werden können. Vergleiche von je 2 Magnetresonanztomographien (MRT) im Zeitraum von 4 Wochen von gesunden Probanden und Schmerzpatienten soll hier Aufschluss darüber bringen.

Rückenbeschwerden – was tun?

Wer nur hin und wieder unter Rückenproblemen leidet, kann oft schon mit kleinen Übungen und Maßnahmen Selbsthilfe leisten. Bei chronischen Schmerzen ist es jedoch ratsam, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bei betroffenen Personen, bei denen nur hin und wieder der Rücken zwickt, lindern oftmals bereits Maßnahmen wie Wärmetherapien, Massagen, Übungen oder die passende Schlafunterlage die Beschwerden. Auch empfiehlt es sich beim Heben von schweren Lasten darauf zu achten, dass diese möglichst rückenschonenden transportiert und gehoben werden. Eine gesunde Ernährung, bei der bewusst Wert auf ausreichend Ballast- und Nährstoffe geachtet wird, trägt ebenso zu einem gesunden Rücken bei.

Gesunde und Nährstoffreiche Ernährung:

Der Fakt der gesunden Ernährung wird häufig unterschätzt. Vor allem eine reichliche Zufuhr von Wasser wirkt wahrlich Wunder. Nicht nur deswegen, weil die Wirbelkörper zu rund einem Viertel aus Flüssigkeit bestehen, sondern weil auch der menschliche Organismus Wasser braucht um Nährstoffe per Diffusion zu transportieren und die Bandscheiben damit zu versorgen. Neben Wasser ist auch Kalzium essentiell für den Menschen. Kalzium dient als wichtigster Nährstoff für eine gesunde Knochenbildung und beugt des Weiteren Osteoporose vor. Zusammen mit Phosphor dient Kalzium dem Knochenaufbau. Kalzium und Phosphor kommen häufig in Milchprodukten und Gemüsesorten, wie beispielsweise Spinat oder Rucola vor. Kopfsalat und Brokkoli bieten sich zusätzlich noch als Lieferanten für Magnesium und Bor an. Bor unterstützt die Einlagerung von Magnesium, Kalzium und Phosphor in den Knochen.

Rückenübungen:

Die Stärkung der Rückenmuskulatur beugt Rückenbeschwerden vor. Einfache Übungen, die täglich wiederholt werden, tragen hier wesentlich dazu bei. Die Übungen lassen sich auch meist sehr gut in den Büroalltag integrieren und bieten eine willkommene Abwechslung zur Schreibtischarbeit. Für die Übung im Büro setzten Sie sich auf einen Stuhl, geben die Arme gerade nach oben und beugen sich leicht vor. Nun führen Sie eine halbe Minute lang Ihre Arme so rasch wie möglich, eine Unterarmlänge über den Kopf nach vorne und wieder retour (ähnlich einer kurzen Hackbewegung). Achten Sie darauf, dass Ihre Wirbelsäule dabei gestreckt bleibt. Diese Übung lässt sich auch mit Gewichten, beispielsweise gefüllten Wasserflaschen, ausführen. Achten Sie dabei allerdings darauf, dass Ihre Muskeln, Sehnen und Bänder davor aufgewärmt sind.

Schlafunterlage:

Oftmals lassen sich Rückenbeschwerden bereits mit der Umstellung des Bett- und Schlafsystems vorbeugen. Eine orthopädische Lagerung der Wirbelsäule ist hier unerlässlich. Nur wenn diese ausreichend gestützt wird und genügend Halt erfährt, können etwaigen Beschwerden vorgebeugt werden. Eine verkrampfte Haltung bzw. Lagerung durch eine unzureichende Matratze oder Lattenrost führt nicht nur zu unangenehmen Verspannungen, sondern auch zu möglichen Fehlhaltungen und Fehlstellungen. Neben einem orthopädischen Bett, empfiehlt es sich auch, auf ein orthopädisches Kissen zu achten. Die sensible Nackenmuskulatur wird so bestens gestützt und geschont.

 

 

Ich spür‘s im Kreuz
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